Thomas Sommer - Der "Beste Sommelier Deutschlands"

Unglaublich, aber wahr - ich habe die erste Auflage der vielbeachteten "Sommelier Trophy 2011" gewonnen!

Dabei war dies alles andere als ein Spaziergang. In der Vorrunde haben sich über 30 Gleichgesinnte getroffen, um sich miteinander zu messen. 

Drei Wochen später wurden wir, die verbliebenen sechs Besten, in das Relais&Château Hotel Burg Schwarzenstein eingeladen, um da am frühen Vormittag das Halbfinale anzutreten.

Gequält wurden wir mit einigen, teils richtig schweren theoretischen Fragen. Danach musste jeder innerhalb zehn kurzen Minuten drei Weine perfekt beschreiben und fünf Spirituosen erkennen.

Soviel zum "Stress" - ab dann wurde gepflegt  auf der Terrasse entspannt. Wir genossen bei entspannten Gesprächen die Vorzüge des Rheingauer Tophotels. 

Gegen 17:00 Uhr wurde es nochmal spannend. Die Gäste - über 160 - trafen langsam ein und es wurde hektisch im Foyer. Wenig später hatte ich dann die Gewissheit, dass ich gegen Melanie Panitzke und Jürgen Fendt im Finale antreten durfte - der Puls stieg stetig...

Zu Beginn  - der Champagnerservice - Jeroboam - 3 Liter - Champagner - schwere Flasche - 160 Zuschauer - das kann nur schief gehen... Ging es aber zum Glück nicht. Sogar verhältnismäßig schnell und gleichmäßig eingeschenkt - so kann's weitergehen.

Nach einer schier endlosen Pause durfte ich dann endlich als zweiter Kandidat nach Melanie ran. Ich hatte recht schnell guten Grip im Service und die Gespräche, vor allem mit den Herren Jauch und Lafer, liefen sehr gut - etwas zu gut...

Ich lies die Zeit aus den Augen, schwatzte und gab meine Menüempfehlungen kund. Zu guter Letzt hatte ich statt 3 Minuten nur noch Sekunden für die fehlerhafte Weinkarte. Da habe ich dann, dank Turbo, doch noch einige finden können. Nun schnell von der Bühne an die Bar...

Jürgen hat sein Finale im gewohnt kontrolliertem und souverainen Stil bewältigt, so dass es bis zu Schluss spannend blieb. Wir erfuhren, indem wir aus dem Back nach und nach auf die Bühne gebeten wurden, wer wie platziert ist. Als Jürgen vor mir ausgerufen wurde, konnte ich es nicht glauben, dass es gereicht hatte.  Wahnsinn!

Der  Wettbewerb war nicht nur für mich, sondern für alle Teilnehmer sowie die Hotelvereinigung Relais&Châteaux und für die Sommelier Union ein voller Erfolg. Die Presseaufmerksamkeit auf den Nachfolgerwettbewerb der Trophée Ruinart war sehr hoch und hat gezeigt, dass der Beruf des Sommeliers mehr als einen Nischenjob darstellt. 

Mein persönlicher Dank gilt insbesondere meiner Frau und Freunden für die Unterstützung, meinen geschätzten Kollegen des Schlosshotel Lerbachs sowie neben R&C und der SU vor allem den Sponsoren, welche dazu beitragen, uns eine solch gigantische Platform zu bieten.

Sehen Sie anbei den Trailer zum Halbfinale der "Sommelier Trophy" auf Burg Schwarzenstein vom  23. Mai 2011.