Die Europameisterschaft der Sommeliers


Der Concours ASI du Meilleur Sommelier d’Europe, oder kurz die Sommelier-Europameisterschaft war für mich der erste Wettbewerb dieser Art und gleichzeitig ein sehr lehrreicher. Bisher durfte ich als Vizekandidat bei der Weltmeisterschaft 2010 in Chile sowie 2007 auf Rhodos dabei sein.

Dabei konnte ich quasi hautnah erleben, was es heißt, den härtesten aller Sommelier-Wettbewerbe zu bestreiten. Dabei haben mich nicht nur die Gewinner Andreas Larson und drei Jahre später Gerhard Basset fasziniert, sondern jeder einzelne Kandidat seines Landes.

Ein jeder hat die Ausscheidungswettbewerbe in seinem Land gewinnen können und zählt schon daher zu Recht zu den Besten der Besten. Der Unterschied im Niveau der einzelnen Länder ist den Kollegen dabei nicht anzusehen und trotzdem hatte ich das Gefühl, von Beginn an zu wissen, wer das Zeug zum Gewinner hat. Bis dahin hat ein jeder unzählige Stunden Bücher gewälzt, Weine verkostet, Flugkilometer gesammelt und Spirituosen probiert.

Dass dies mehr als nur weiterbildend, sondern vor allem auch Karriere bildend ist, ist dabei selbstverständlich. Gewinner war zu Recht und vollkommen verdient der Schweizer Paolo Basso. So oder so werde ich es wieder versuchen und mich durch die Qualifikation schlagen, um mit viel Fleiß und Glück vielleicht noch einmal die Chance zu bekommen, mich international mit den Größen zu messen.

Bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt, eventuell klappt es ja mal mit einem Einzug ins Finale – und da ist bekanntlich alles möglich! Dabei sei mehr als nur am Rande bemerkt, dass die Deutsche Sommelier Union perfekte Grundlagen für den Nachwuchs hierzulande bietet.

Lieben Dank fürs Daumendrücken.

Mehr Informationen zur EM auf der Seite der Sommelier-Union.